Maria Sallinger-Fischerleitner: Vom Wagnis der Tiefe. Seelenklänge.
Maria Sallinger-Fischerleitner: Vom Wagnis der Tiefe. Seelenklänge.
ISBN: 978-3-902776-70-9
Paracelsus Buchhandlung & Verlag: 2025
€ 19,80(A), € 19,30(D)
Geleitwort: Mensch
und Welt stehen unter dem Gesetz von Werden und Vergehen, von Leid und
Schmerz sowie von Freude und Begeisterung. Der Gegensatz beherrscht die
Wirklichkeit, die wir selber sind und die uns umgibt. Das hier
angeschlagene Thema ist der Zeit und der Geschichtlichkeit
überhoben. Deshalb begegnet es in der Schriftkultur auch in vielen
Variationen, bald länger, bald kürzer ausgeführt. Die
Gedichte kommen und gehen im Rhythmus der Welt: Außen und Innen
spiegeln einander und so wird das Leben zur Übereinstimmung mit
dem Ganzen unserer rhythmisch gebundenen und zugleich frei gelassenen
Realität. Wer diese Zeilen liest, erkennt, wie wahr sie sind:
Wahrheit als das Kriterium für den subjektiven und den objektiven
Charakter dieser geballten Texte. Sie entsprechen letztlich der
Hoffnungsfreude, die trotz allem Schweren im Glanz der Welt angelegt zu
sein scheint. So begegnen wir statt der Illusion der Realität,
wobei auf alle künstliche rhetorische Überhöhung
verzichtet wird. Hier ist in hoher sprachlicher Knappheit ein
heimlicher Hymnus auf die Harmonia mundi gesungen. Zeugnisse eines
fühlenden Denkens und eines denkenden Fühlens stimmen die
Gedichte ein in das Lob der Schöpfung, das heute kaum mehr
ertönt. Kein Geworfen-Sein, sondern ein Eingebettet-Sein in die
Musik, die das All durchströmt, spricht leise-laut,
schmerzlich-freudig aus den einzelnen gestalteten Aussagen. Sie sind
getragen von einem Vertrauen auf eine erste und eine letzte
geheimnisvolle Einheit, aus der alles hervorgegangen ist und zu der
alles unterwegs ist. Zugleich umspielen diese Gedichte die
unaussprechbare Mitte und sind klingende Zeugnisse der Hoffnung
inmitten einer krisengeschüttelten Gegenwart. (Wolfgang Speyer, Salzburg)
erhältlich in jeder guten Buchhandlung oder direkt beim
Verlag.